Manfred Baumann: Jedermanntod
Wenn ein Salzburger seinen ersten Krimi schreibt, auf welcher Bühne würde er wohl das Verbrechen spielen lassen? Richtig: auf den berühmten Brettern der Salzburger Festspiele. Als Kulisse hat sich der Autor und Journalist Manfred Baumann den "Jedermann" ausgesucht, das berühmte Mysterienspiel von Hugo v. Hofmannsthal, das seit 1920 jedes Jahr auf der Freilichtbühne vor dem Salzburger Dom aufgeführt wird. Und auf diese prominente Bühne wird die Polizei in den frühen Morgenstunden zu einem ebenso berühmten Toten gerufen. Es ist der "Tod" des Jedermann in Form des exzentrischen Regisseurs und Schauspielers Hans Dieter Hackner, der mit einem Dolch erstochen und ohne Schuhe aufgefunden wird. Als Chef-Ermittler tritt Baumanns Protagonist Martin Merana ins Rampenlicht. Seine Beharrlichkeit kommt ihm bei diesem Fall zugute, denn nun hat er es mit dem Salzburger Festspiel-Milieu zu tun, wo Heimlichkeiten und Vertuschung fast schon zum guten Ton gehören.
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Sandra Lüpkes u.a.: Alle Morde wieder
Gerade richtig für die Weihnachtsfeiertage! Wer mal kurz einen Nervekitzel in der Zeit der stressigen Besinnlichkeit braucht, der ist mit "Alle Morde wieder" gut bedient. 13 Short Krimis von ausgesuchten AutorInnen sorgen für die richtige Zwischendurch-Spannung in der Adventszeit.
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Walter Moers: Rumo & Die Wunder im Dunkeln
Was für eine Geschichte! Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte 1. volljährig sein und 2. nichts Wichtiges vorhaben. Denn dieses Buch kann man erst aus der Hand legen, wenn die letzte Zeile gelesen ist. "Rumo" ist wahrer Heldenstoff aus Zamonien, ein erzählerisches Abenteuer vom Feinsten und garantiert nichts für schwache Nerven. Die Geschichte handelt von spritzendem Blut und vergossenen Tränen, unerreichbarer Liebe und Freundschaft bis über den Tod hinaus. Sie beginnt mit einem zahnenden Welpen in einem Fhernhachischen Dorf, das gerade von Teufelszyklopen überfallen wird.
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Tanja Heitmann u.a.: Stille Nacht
Weihnachten ist nicht mehr weit und passend dazu ist soeben die Anthologie "Stille Nacht" erschienen. Dieses Buch trägt den Untertitel "Magische Liebesgeschichten" und richtet sich an Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren. Sechs Autorinnen erzählen sechs romantische Geschichten, die alle an den Tagen rund um den Heiligen Abend spielen. Sie erzählen von Begegnungen junger Menschen mit Wesen aus dem Zwischenreich: Vampire, Dämonen, Götter und andere mystische Gestalten. "Stille Nacht" ist eine Sammlung kurzer Erzählungen mit viel Gefühl und Spannung. Happy endings garantiert.
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Fred Rumpl: Jäger auf Hasenjagd
Der Feldhase ist weg! Nicht irgendein langohriges Hoppeltier, sondern der berühmteste aller Hasen. Ja, der von Albrecht Dürer. Dieses unverkäufliche Bild ist aus der Albertina in Wien gestohlen worden. Die Außenministerin ist ganz aus dem Häuschen und richtet dem Museumsdirektor über die Medien aus, dass seine Tage gezählt sind. Eine gute Gelegenheit für Jakob Jäger: Der Privatdetektiv ist arbeitsmäßig nicht gerade ausgelastet und die Raten für seine BMW müssen auch gezahlt werden. Kurzerhand kontaktiert er den Direktor, Viktor Nemec, und bietet ihm seine Dienste an. Der Direktor, der der Polizei nicht alles erzählen kann, willigt ein. Dürers Hase ist pikanterweise während einer Privatführung, die der Direktor für drei Kunstsammler veranstaltet hat, geraubt worden. Und weil der Direktor ziemlich eitel und überheblich ist, hat er - anstatt des üblichen Plagiats - das Original an den Platz gehängt. Jäger macht sich also zuallererst auf die Spuren von Nemec' Gästen. Und während diese Jäger nach Prag und Triest führen, bandelt er noch mit der hübschen Kartenverkäuferin und Nemec' Nichte, Lisa, an.
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Neil Gainman: Niemalsland
Das hat nun der hilfsbereite Richard davon: Wegen eines Mädchens, das auf der Straße zusammenbricht, verpasst er nicht nur ein wichtiges Geschäftsessen, sondern verliert auch noch seine Existenz in der oberen Hälfte von London. Der Reihe nach: Door, eine Rotznase aus Unter-London liegt blutend auf dem Gehsteig. Richard, der mit seiner Verlobten die Straße entlang hastet - sie sind auf den Weg zu einem Termin und sind schon viel zu spät dran - hilft der Kleinen auf und bringt sie kurzerhand in seine Wohnung, wo er sie übernachten lässt. Die Verlobte findet seine Hilfsbereitschaft gar nicht toll - es geht ja schließlich um Richards Karriere - und beendet die Beziehung. Am nächsten Tag tauchen auch noch zwei schräge Typen vor Richards Wohnung auf, die auf der Suche nach Door sind. Irgendwie wimmelt Richard die beiden ab und dann wird's schräg: Für Door treibt Richard noch einen ihrer Freunde auf, den Marquis de Carabas, der sich um Door kümmert und sich nach Unter-London zurückbringt. Wieder allein stellt Richard plötzlich fest, dass er in seiner Welt - dem oberen London - nicht mehr wirklich vorhanden ist. Sein Telefon ist tot, sein Schreibtisch im Büro weggeräumt, seine Wohnung an andere vermietet, seine Kreditkarte wird nicht mehr akzeptiert und irgendwie wird er von den anderen Menschen auch nicht mehr wirklich wahrgenommen. Richard macht sich auf die Suche nach Door und dem Marquis. Nicht nur um Antworten auf diese Seltsamkeiten zu finden, sondern auch, weil er nicht mehr weiß, wo er hingehört. Er packt seine kleine Sporttasche und steigt hinab in den Untergrund von London. Und wer glaubt, dort gäbe es nur U-Bahn-Tunnels und Abwasserkanäle, der hat sich ordentlich getäuscht.
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M.F.W. Gurran: Wächter der Schatten
Waterloo, 1815: Die beiden Offiziere William und Kieran haben die Schlacht bei Waterloo überlebt. Die geplünderten Leichen werden vom Schlachtfeld geräumt und die Verletzten in Lagern notdürftig versorgt. Eine alte Hexe ist noch dabei, einen toten Franzosen nach Wertsachen abzusuchen und findet in seiner Jacke eine kleine Pyramide aus Bronze. Hastig steckt sie den Schatz in ihre Tasche und eilt zurück ins Dorf. Als sie am Abend Besuch von einem Händler bekommt, der ihr die Fundsachen abkaufen will, merkt dieser sofort, dass die Alte etwas vor ihm verbirgt. Er entdeckt die Pyramide, und als die beiden um das Kleinod kämpfen, tötet der Händler die Frau. Als er dann die Pyramide in seinen Händen hält und sie betrachtet, fällt plötzlich ein Tropfen Blut darauf. Die Pyramide beginnt zu glühen und der Händler verwandelt sich in ein abscheuliches Monster, einem Vampyr, das nur noch auf Tod und Zerstörung aus ist. William und Kieran, die sich zur gleichen Zeit im Dorf aufhalten, werden Zeuge von der tödlichen Verwüstung. Zusammen mit anderen Soldaten machen sie Jagd auf den Dämon und es gelingt ihnen schlussendlich auch, es zu töten. Mit dieser Tat haben sich die beiden in den ewig dauernden Krieg zwischen Gut und Böse verstrickt. Aber das wird ihnen erst viel später erst so richtig bewusst.
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