Dieter Ebels: Lola ...oder wie man eine aufblasbare Sexpuppe ermordet
Heinz, 30 Jahre alt, und immer noch männliche Jungfrau, wohnt im beschaulichen Küstenstädtchen Prickenstett. Er entdeckt in einem Erotikversandkatalog die aufblasbare Sexpuppe "Lola" und ist davon überzeugt, dass er mit dieser Lola all seine sexuellen Fantasien ausleben kann. Ein Griff zum Telefon und Lola ist bestellt.
Es ist der Beginn einer schier unglaublichen Geschichte. Lola schafft es, eine ganze Küstenregion in Unruhe zu versetzen. Auch wenn Lola die Titelfigur dieser Erzählung ist, so spielt sie doch nur eine Nebenrolle. In die eigentlichen Hauptrollen schlüpfen die Leute, denen Lola begegnet. Es ist das außergewöhnliche Spektrum der Charaktere, die der Geschichte Leben einhauchen. Dem Leser offenbaren sich humorvoll verpackte Frivolitäten und Obszönitäten, ihm manifestieren sich die oft perplexen Gedankengänge der verschiedenen Persönlichkeiten.
Der Roman ist eine Humoreske, derem Situationskomik das Zwerchfell des Lesers bis aufs Äußerste strapaziert, ein Lesevergnügen, das man allerdings nicht ernst nehmen sollte.
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Walter Moers: Das Labyrinth der Träumenden Bücher
200 Jahre später: Hildegunst von Mythenmetz ist zum berühmtesten aller zamonischen Schriftsteller geworden. Zurückgezogen lebt er nun auf der Lindwurmfeste, im Haus seines verstorbenen Dichterpaten Danzelot von Silbendrechsler, überdrüssig vom Leben eines Promis. Die Echse ist fett und träge geworden, das Scharwenzeln seiner Fans hat ihn überheblich und arrogant gemacht. Das Orm hat ihn schon lange nicht mehr durchströmt und seine letzten Werke strotzen vor nichtssagender Schwülstigkeit. Abermals ist es ein Brief mit einer seltsamen Botschaft, der Mythenmetz aus seiner lethargischen Einsamkeit reißt. Und wieder kommt der Brief aus Buchhaim. Mythenmetz zögert nicht lange. Kurzerhand packt er seine Sachen und macht sich auf in die Stadt der Träumenden Bücher. Das zamonisches Abenteuer geht endlich weiter!
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Alfred Komarek: Zwölf mal Polt
Wer kennt Simon Polt? Den Gendarmeriebeamten aus dem Weinviertel? Alfred Komarek hat diesem unkapriziösen Charakter bereits fünf Romane gewidmet, "Zwölf mal Polt" ist der sechste und hoffentlich nicht der letzte. Aber da dieses Buch nicht aus einer Geschichte sondern aus zwölf Episoden besteht und Komarek dabei den erzählerischen Bogen über 20 Lebensjahre von Simon Polt spannt, erscheint es, als hätte der Autor ein abschließendes Resümee über Polt und das niederösterreichische Wiesbachtal verfasst. Zwischen Weinbergen und Kellergassen unterwegs - entweder zu Fuß oder auf seinem klapprigen Fahrrad - löst der Kriminalist knifflige Fälle auf seine eigene Art. Wobei es sich nicht immer um einen "Fall" im tradtitionellen Sinn handelt.
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Louise Arnold: Arthur Unsichtbar
Für einen Elfjährigen kann unsere Welt ganz schön schwer werden. Trotz Vorzeige-Eltern und hübsches Haus hat Tom ein großes Problem in der Schule. Gerade hat das neue Schuljahr begonnen und Tom ist neu in der Klasse. Und somit fast schon automatisch ein leichtes Opfer für pubertierende Mobber. Und ausgerechnet der allseits gefürchtete Big Ben hat ihn auf den Kieker. Aber Tom ist nicht der Einzige. Auch der Graue Arthur ist in seiner Welt ein kompletter Außenseiter. Sein Problem: Seine Erscheinung ist eher durchsichtig und gar nicht gruselig - und für einen Geist gibt es nichts Schlimmeres, als wenn man nicht ordentlich Spuken oder Poltern kann. Und so fließen die Jahrhunderte an Arthur vorbei, ohne dass er jemals seine Bestimmung gefunden hätte. Als Arthur wieder einmal traurig und niedergeschlagen an einem verregneten Dienstag in England auf einer Parkbank sitzt und der wirklichen Welt beim Vorüberziehen zusieht, hört er auf einmal Toms Schluchzen. Der Graue Arthur, der intensive Gefühle hören kann, wird neugierig und macht sich auf, Tom zu finden. Und dann weiß er plötzlich, wozu er bestimmt ist.
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Jörg Maurer: Hochsaison
Blitzblauer Himmel und glitzernde schneebedeckte Berge - in dieser bayerischen Lederhosenidylle beginnt das Unglück mit einem Sportler aus Dänemark, der beim Neujahrsspringen abgeschossen wird. Und auch wenn der Vorsitzende des oberbayerischen Skiverbandes den Unfall zunächst mit einem "Skispringen ist halt nicht Halma" abtut, merken die Einwohner des Kurortes bald, dass da etwas im Argen liegt. Und das kann man hier jetzt gar nicht haben, denn man hat sich für die nächsten Winterspiele beworben und in der VIP-Lounge tummeln sich die IOC-Funktionäre. Und außerdem ist Hochsaison. Also muss schnellstens Hubertus Jennewein her, der sympathische Kommissar aus "Föhnlage".
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Markus Zusak: Wilde Hunde
Eine Straße am Rande der Großstadt Sydney ist der Schauplatz der "Wilden Hunde". In diesem vorstädtischen Mikrokosmos geprägt von Arbeitslosigkeit und Armut gibt es eigene Regeln, denn hier ist das Leben einem Kampf gleichzusetzen: Ob es darum geht, seine eigene Stellung zu verteidigen, den Rest des Monats finanziell zu überstehen oder einfach die Armut mit Würde zu ertragen. Zwischen verwilderten Vorstadtgärten, heruntergekommenen Häusern und schmutzigen Gassen wachsen Rube und Cameron Wolfe heran, ein ungleiches Brüderpaar, die eigentlich nichts anderes versuchen, als aus den Momenten ihrer Jugend das Beste zu machen. Aber das fehlende Geld, die Arbeitslosigkeit des Vaters und die fortschreitende Mutlosigkeit der Mutter sitzen ihnen im Nacken. Als sie von einem windigen Box-Manager für Show-Kämpfe engagiert werden, greifen sie zu. Und wie im Leben zwischen den Vorgärten und schmalen Straßen steht auch im Ring der jüngere Cam bald im Schatten seines Bruders. Während Rube einen Boxfight nach dem anderen gewinnt, Kohle und Mädchen einfährt, mimt Cameron den Underdog, den untalentierten und schüchternen Boxer mit Mitleidsbonus. Der Zusammenhalt der beiden Brüder wird auf eine harte Probe gestellt, insbesondere als ein Mädchen dazwischen gerät und der Endkampf der Saison, für den sich der Manager etwas Besonderes ausgedacht hat, bevorsteht.
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William Goldman: Die Braut Prinzessin
Als William Goldman ein Kind war, konnte er mit Büchern nichts anfangen. Das änderte sich, als er krank wurde und ihm sein Vater ein Märchen vorliest: "Die Brautprinzessin". Die Geschichte über die Abenteuer von Prinzessin Butterblume und dem Stalljungen Wesley wird für William nicht nur das absolute Lieblingsbuch, sondern weckt auch seine Liebe zu Büchern.
William wächst heran, wird Schriftsteller und Drehbuchautor und später selbst Vater. Und als sein Sohn seinen zehnten Geburtstag feiert, setzt William alles in Bewegung, um ihm das bereits vergriffene Buch aus seiner Kindheit zu schenken. Doch sein Sohn ist so gar nicht von dem Märchen begeistert. Der verständnislose Vater beginnt das Buch noch einmal zu lesen und ist ebenso wie sein Sohn enttäuscht. William begreift, dass sein Vater ihm nur die spannenden Passagen und diese auch noch gekürzt vorgetragen hat. Aus dieser Frustration heraus beginnt William, das Märchen neu zu schreiben: "Die Brautprinzessin - S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Ausgabe der 'spannenden Teile'. Gekürzt und bearbeitet von William Goldman".
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