Wer in seiner Kindheit ohne dieses Buch aufgewachsen ist, hat schon fast eine Bildungslücke - zumindest hat man dann ein Stück ver-rückte Welt verpasst. Das Buch, voll von surrealen Charakteren und paradoxen Situationen, mag für die heutige Rationalität nicht mehr zeitgemäß sein. Auch die junge Protagonistin würde sich mit ihrer Altklugheit und viktorianischen Gehabe in der modernen Zeit nicht mehr wohlfühlen. Trotzdem: "Alice im Wunderland" ist witzig, fantastisch und gilt als Klassiker der "Nonsens-Literatur".
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"Seitdem sehe ich jeden Pudding aus einer ganz anderen Perspektive. Meine Frau kichert jetzt, wenn jemand Vanillesoße erwähnt, und ich versichere dir: Nach dreißig Jahren Ehe ist das sehr beunruhigend."
So schrieb der Verleger J.H.C Ziegenberger an seinen Lektor Thomas Liesgut, als im Verlag ein unaufgefordertes Manuskript von Nanny Ogg eintrifft (einigen vielleicht als berühmte Hexe aus Lancre bekannt). Trotz aller Bedenken wird das Buch gedruckt. Und so halte ich nun dieses seltsame Büchlein in meinen Händen und schicke voraus, dass es nicht für jedermann/jedefrau geeignet sein wird.
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Der junge und naive Engländer Leonard wird 1955 als Fernmeldetechniker nach Berlin geschickt. Im Auftrag des britischen und amerikanischen Geheimdienstes soll er bei der verdeckten Operation "Gold" mitarbeiten: Ein geheimer Tunnel, der zum sowjetischen Sektor führt, wird dazu verwendet, die Russen abzuhören. Was sich jetzt nach Spionageroman anhört, ist mehr ein Krimi und eine Liebesgeschichte. Und wer mit McEwan vertraut ist, der weiss, dass ihn eine spannende und brilliant erzählte Geschichte erwartet.
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Am Johannistag (dem Fest des Lichtes und der Freude) treffen Direktor Onni Rellonen und Oberst Kemppainen zufällig aufeinander - als sie in einer abgelegenen Scheune ihrem jeweiligen Leben ein freiwilliges Ende setzen wollen. Auf diese Art gestört verschieben sie zunächst ihren Selbstmord.
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Der Brunnen der Manuskripte ist ein 26-stöckiger Ort, wo sämtliche bereits geschriebene, unveröffentlichte und unfertige Bücher untergebracht sind - egal welches Niveau. Und genau dorthin begibt sich die Agentin Thursday Next auf Schwangerschaftsurlaub. Sie steht bald vor dem Problem, sich mit einem Mörder von Jurisfiktion-Agenten, der die Manipulation am neuen Buchbetriebssystem (UltraWord) verdecken will, herumschlagen zu müssen. Noch dazu möchte sich die Schwester des bereits elminierten Acheron Hades an dessen Tod rächen und manipuliert sämtliche Erinnerungen an den genichteten Landen. Recht turbulent geht's im dritten Teil der Abenteuer von Thursday Next zu, leider aber nicht so aufregend wie in "Der Fall Jane Eyre".
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Wer mit Jane Eyre nichts anfangen kann, der schaut jetzt ganz schnell ins Literatur Lexikon - oder auch nicht. Für dieses Buch ist es von Vorteil aber nicht Voraussetzung. Hinter dem eher faden Titel verbirgt sich eine schräge Mischung aus Utopie, Detektivgeschichte, Thriller, Science Fiction und Satire. Es geht um Mord, Politik, Krieg, ein bisschen Liebe und um viel Literatur in England Mitte der 80er Jahre. Durch das alles kämpft sich die tapfere und mit Sarkasmus ausgestattete Thursday Next, eine sogenannte LitAg (Literatur Agentin). Sie vereitelt politische Pläne, versucht den Krim-Krieg zu stoppen, jagd einem Mörder hinterher und schreibt noch nebenbei einen neuen Schluss für Jane Eyre.
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Japan zu Beginn der 30er Jahre: das neunjährige Mädchen Chiyo und ihre Schwester leben in einem Fischerdorf in ärmsten Verhältnissen. Der Vater ist Fischer, die Mutter todkrank. Aus dieser Situation ohne Zukunft verkauft der Vater die beiden Schwestern. Chiyo wird in ein "okiya" - einem Geisha-Haus - in Kyoto gebracht und somit ist auch ihre Kindheit mit einem Schlag zu Ende. Von ihrer Familie getrennt muss sie lernen das für sie bestimmte Schicksal anzunehmen und das Beste daraus zu machen.
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