Beate Sauer: Die Buchmalerin
Deutschland, 13. Jahrhundert: Kaiser Friedrich II. steht nicht nur im Clinch mit Papst Gregor IX. sondern misstraut auch seinem Sohn Heinrich, dem römisch-deutschen König. Es ist die Zeit der Inquisition, der gnadenlosen Verfolgung unbequemer Zeitgenossen. Donata, eine junge Frau und Buchmalerin gerät zwischen die Fronten politischer und religiöser Machtkämpfe. Schon seit vier Jahren wird sie durch die Lande gejagd. Auf der Flucht beobachtet sie zufällig den Mord an dem berüchtigten Inquisitor Gisbert, durchgeführt von niemand geringerem als dem Kardinal Enzio von Trient.
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Lorelay: Wiener Schlampengeschichten
Geschichten über den (weiblichen) Alltag gibt es viele. Wie der Titel bereits verrät, geht es hier um einen Berufszweig, der in der Literatur zwar durchaus vertreten ist, dabei aber selten die Damen selbst zu Wort kommen. In "Wiener Schlampengeschichten" sind die vier Protagonistinnen im besten Alter, weder arm noch dumm und sie verdienen ihr Geld (zumeist) liegend. Mizzi, Alissia, Donna und Betti erzählen Begebenheiten aus ihrem Berufs- und Privatleben, und so manche Anekdote mögen manche Moralapostel für eine grenzwertige Szene aus einem schlechten Film halten. Doch: "Mit losem Mundwerk, lockeren Sprüchen und Wiener Charme lassen die 'Mädels' Vorurteile zerbröseln wie trockene Fredi-Kekse, geben Einblick in die Gedanke und Gefühle der Callgirls und lassen den Leser vielleicht so manches aus einer neuen Perspektive wahrnehmen."
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Paul Grote: Verschwörung beim Heurigen
Ein Ehepaar auf Urlaub in Burgenland. Er tourt durch die Weinberge und verliebt sich in eine Winzerin. Sie bandelt am Neusiedlersee mit dem Surflehrer an. Erst Ehekrise dann Mord an der schönen Winzerin. Und ausgerechnet der Ehemann steht im Visier polizeilicher Ermittlungen. Aber Verbrechen und eheliche Frustrationen rücken in den Hintergrund, wenn der Autor über die landschaftlichen Reize des Burgenlands und vor allem über den heimischen Wein schreibt.
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Martin Langfield: Maleficus
Dieses Buch trägt als (deutsch übersetzten) Titel das lateinische Adjektiv "maleficus", was soviel wie "etwas böses tuende" und auch "zauberisch" bedeutet. Der englische Autor Martin Langfield hat eines der übelsten Dinge dieser Welt zum Thema für seinen 2009 erschienenen Mystery-Roman gemacht und es mit altem Okkultismus verwoben. Am 30. Juni 1944 platziert Isambard (das personifizierte Böse mit grünen Augen) eine Bombe im Zentrum Londons mit dem Ziel, nicht nur die Stadt komplett auszulöschen sondern auch den Nazis zum Endsieg zu verhelfen. Eine Gruppe von Leuten mit übersinnlichen Kräften können den Anschlag zwar nicht verhindern, aber den Aufschlag der Bombe "einfrieren". Exakt 63 Jahre später fängt jedoch dieser Schutz zu bröckeln an und das Geschehen wiederholt sich. Die Geschichte über Verrat und Vergebung spielt in London und Paris während des 2. Weltkrieges und der Gegenwart. Das Spiel mit einer Vielzahl an Charakteren, okkulten Symbolen und unterschiedlichen Zeitsträngen ist dem Autor durchaus gelungen.
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Georg Haderer: Ohnmachtspiele
Mit Georg Haderer gesellt sich ein junger Autor zu der österreichischen Szene der Krimi-Autoren und das ist gut so! Denn solange es hoffnungsreichen Nachwuchs auf diesem Sektor gibt, können sich Bücherratten eines spannenden Lesestoffs sicher sein. Der aus Kitzbühel stammende Haderer legt mit "Ohnmachtsspiele" seinen zweiten Krimi-Roman vor, der sich - wie auch sein erstes Buch - vom Mainstream deutlich abhebt. Er überzeugt mit einer gut konstruierte Handlung, pointierten Seitenhieben auf die österreichische Gesellschaft/Politik und einem sorgfältig gesponnenen Protagonisten mit Ecken und Kanten.
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Jon Krakauer: In eisige Höhen
Manchmal dümpeln Bücher in den Tiefen unseres Regals herum und irgendwann kommen sie hervor - man pustet den Staub vom Deckel und denkt sich, warum eigentlich nicht... Der Untertitel dieses Buches "Drama am Mount Everest" klingt ja recht spannend, wird aber die meisten von uns nicht gerade dazu bringen dem Buch eine wirkliche Chance zu geben. Ausser man ist Bergsteiger, Extrem-Sportler oder man hat gerade wirklich nichts Besseres zu tun. Es kann aber dann passieren, dass man trotz Vorbehalte angenehm überrascht wird.
Dieses Buch handelt von einer tödlichen Tragödie, die sich 1996 am höchsten Berg der Welt abgespielt hat. Vier Expeditionsteams mit insgesamt 33 Leuten befinden sich auf dem Weg zum Gipfel und werden von einem Schneesturm überrascht. Nur wenige schaffen mit letzter Kraft den kräftezehrenden Abstieg. Der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer, der selbst an der Expedition teilnimmt, dokumentiert den Hergang auf eindrückliche Weise und gibt noch zusätzliche interessante Infos über den Berg und seine Geschichte.
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Michael Gerwien: Alpengrollen
Kitzbühel hat zu München eine besondere Affinität - und umgekehrt. Nicht zuletzt durch ihre gemeinsame Vorliebe für den Wintersport. Warum sollte diese Tatsache also nicht als Basis für einen Alpen-Krimi verwendet werden? Zumal der Autor a) in München lebt und b) ein begeisterter Schifahrer ist. Gerwiens Held in "Alpengrollen" ist Max, ein früh-pensionierter Kommissar aus München, der eigentlich nur seinen Schi-Urlaub in einem Wellness-Tempel in Kitzbühel verbringen und das Hahnenkammrennen ansehen möchte. Doch nichts klappt: Sein Auto ist kurz vorm Verrecken und sein Luxus-Zimmer in Kitzbühel vergeben. Noch dazu nerven ihn die Anrufe seiner Freundin Monika. Er solle doch bitte schauen, wo Sabine steckt. Sabine ist die Tochter ihrer Freundin Annie, die sich bereits gehörig Sorgen macht, weil das Mädchen - ebenfalls auf Schi-Urlaub in Tirol - sich seit Tagen nicht gemeldet hat. Max landet in einer netten Pension in der Nachbargemeinde St.Johann - just in der Unterkunft, in der auch Sabine übernachtet hat bevor sie verschwunden ist. Doch bevor es ans Ermitteln geht, wird erst ein paar mal flott die Piste runter gewedelt.
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