Christoph Wagner war Gastrokritiker und Autor von Kochbüchern und Krimis. Unter seiner Feder entstand wohl einer der liebenswürdigsten Hobby-Detektive Österreichs: Mario Carozzi. "Das Apfelhaus" erschien kürzlich zum ersten Todestag des "Gourmets der Nation" und ist leider das letzte Buch über den Helden mit dem feinen Gaumen. Mario Carozzi ist ein nicht mehr ganz so junger Archäologe und Feinschmecker. Ausgrabungen sind jedoch Mangelware und so arbeitet er auch als Reisejournalist oder als Berater für Museen. Carozzis freiberuflichen Tätigkeiten hat Wagner in acht "mysteriöse Erlebnisse im Innern Europas" zusammengefasst. Anders als seine Vorgänger ("Gefüllte Siebenschläfer", "Schattenbach") ist dieses Carozzi-Buch keine Krimi-Geschichte sondern vielmehr eine Sammlung mystischer Begebenheiten vor der Kulisse idyllischer Örtlichkeiten wie Bled, Ljubljana, dem slowenischen Karstgebirge, der kroatischen Insel Balaor oder dem steirischen Tragöß. Aufgrund seiner natürlichen Neugier kommt Carozzi mit den Einheimischen - vorzugsweise in einem Wirtshaus - schnell ins Gespräch und erlebt dadurch seltsame Abenteuer.
Mal wieder Lust auf etwas wirklich Nettes, auf ein Buch, das man auch ohne Hirnschmalz lesen kann? Sind wir noch mal ehrlich: Ab und zu ist es einfach fein, wenn man nicht jeden Satz hochkonzentriert lesen muss. Obwohl sich der im Titel versprochene Prickelfaktor in Grenzen hält (es gibt keine erotischen Szenen), hat die Geschichte einen widerborstigen Charme. Und das hauptsächlich durch die drei Protagonistinnen, die soviel gemeinsam haben wie das Fahrrad mit dem Fisch und ... einem iPod. Und wohl auch weil sie in Frankreich spielt und mit dem schönsten Gold, was dieses Land zu bieten hat, zu tun hat: dem Champagner.
Der findige Wiener Autor Richard K. Breuer hat sich für seine Fan-Gemeinde wieder etwas einfallen lassen: "Der blaue Smaragd - Ein Märchen ohne Hoffnung" bietet er als PDF zum Downloaden an. "Gratis? So gut wie. Als Bezahlung reicht mir ein Posting in einem der vielen Sozialen Netzwerke", meint Breuer auf seiner Website. Nun, diesen Wunsch erfüllt ihm der Blücher Blog gerne.
"Der blaue Smaragd" ist eine kurze Erzählung mit ernstem Inhalt. Der Ich-Erzähler kommt auf einer Wanderung zu einem trostlosen Plateau, wo er zwischen Gestein und Geröll einen kahlen Baum erblickt. Verwundert über den Baum in der Steinwüste wird er plötzlich von einem alten Mann angesprochen. Auf die Frage hin, was es mit dem seltsamen Baum auf sich hat, erzählt ihm der alte Mann wie es dazu kam. Breuers Parabel ist die Geschichte einer Gemeinschaft von Familien, deren Leben von einem Raben gerettet wird und die mit Hilfer blauer Edelsteine Wohlstand und Glück erlangen.
Hier geht's zum Download: http://1668cc.wordpress.com/smaragd
"Der blaue Smaragd" ist eine kurze Erzählung mit ernstem Inhalt. Der Ich-Erzähler kommt auf einer Wanderung zu einem trostlosen Plateau, wo er zwischen Gestein und Geröll einen kahlen Baum erblickt. Verwundert über den Baum in der Steinwüste wird er plötzlich von einem alten Mann angesprochen. Auf die Frage hin, was es mit dem seltsamen Baum auf sich hat, erzählt ihm der alte Mann wie es dazu kam. Breuers Parabel ist die Geschichte einer Gemeinschaft von Familien, deren Leben von einem Raben gerettet wird und die mit Hilfer blauer Edelsteine Wohlstand und Glück erlangen.
Hier geht's zum Download: http://1668cc.wordpress.com/smaragd
Deutschland, 13. Jahrhundert: Kaiser Friedrich II. steht nicht nur im Clinch mit Papst Gregor IX. sondern misstraut auch seinem Sohn Heinrich, dem römisch-deutschen König. Es ist die Zeit der Inquisition, der gnadenlosen Verfolgung unbequemer Zeitgenossen. Donata, eine junge Frau und Buchmalerin gerät zwischen die Fronten politischer und religiöser Machtkämpfe. Schon seit vier Jahren wird sie durch die Lande gejagd. Auf der Flucht beobachtet sie zufällig den Mord an dem berüchtigten Inquisitor Gisbert, durchgeführt von niemand geringerem als dem Kardinal Enzio von Trient.
Geschichten über den (weiblichen) Alltag gibt es viele. Wie der Titel bereits verrät, geht es hier um einen Berufszweig, der in der Literatur zwar durchaus vertreten ist, dabei aber selten die Damen selbst zu Wort kommen. In "Wiener Schlampengeschichten" sind die vier Protagonistinnen im besten Alter, weder arm noch dumm und sie verdienen ihr Geld (zumeist) liegend. Mizzi, Alissia, Donna und Betti erzählen Begebenheiten aus ihrem Berufs- und Privatleben, und so manche Anekdote mögen manche Moralapostel für eine grenzwertige Szene aus einem schlechten Film halten. Doch: "Mit losem Mundwerk, lockeren Sprüchen und Wiener Charme lassen die 'Mädels' Vorurteile zerbröseln wie trockene Fredi-Kekse, geben Einblick in die Gedanke und Gefühle der Callgirls und lassen den Leser vielleicht so manches aus einer neuen Perspektive wahrnehmen."
Verheiratete Leser würden sich wohl nach der Lektüre dieses Buches gut überlegen, einen Seitensprung zu wagen. Richard, ein Radiojournalist, führt ein ausgesprochen männliches Doppelleben: Obwohl sehr glücklich verheiratet, zieht es ihn in seinen Gedanken zu seiner jungen Ex-Geliebten Ursula. Auch als er sich mit seiner Familie auf einen einsamen Bergbauernhof zurückzieht, lässt ihn seine Sehnsucht nicht in Ruhe. Er beginnt als Auslandskorrespondent zu arbeiten und flüchtet in das Getümmel europäischer Hauptstädte. In Berlin, kurz bevor die Mauer fällt, trifft er auf Ursula und die einstige leidenschaftliche Liebe zwischen den beiden flammt wieder auf. Spätestens jetzt muss Richard eine längst überfällige Entscheidung treffen. "Die Farben der Grausamkeit" handelt von einer klassischen Dreiecksbeziehung und konzentriert sich ausschließlich auf Richards seelischen Innenleben. Der Südtiroler Autor Joseph Zoderer erzählt die Geschichte eines Zerrissenen und Getriebenen, die einen - auch lange nach dem Umblättern der letzten Seite -, immer noch darüber nachdenken lässt.
Das Buch enthält mehrere Kurzgeschichten, sowie teilweise sehr persönliche und erschütternde Gedichte und Songtexte, die auf wahren Begebenheiten beruhen.









kommentiert