Alexandra Adornetto: Halo
Wer auf der Suche nach einer Alternative zu Vampiren und Werwölfen ist, kann es mal mit einer anderen mystischen Welt versuchen, nämlich die der Engel. Aber aufgepasst: Wo gleißende Himmelswesen sind, ist auch der Teufel nicht weit. Die Geschichte, die uns die australische Autorin erzählt, ist auf (weibliche) Jugendliche zugeschnitten und greift auf Bekannt-Bewährtes zurück. Die drei Engel Gabriele, Evy und Bethany werden von höchster Stelle in das verschlafene Nest Venus Cove versetzt, um gegen das Böse anzutreten. Um den Schein zu wahren, geben sie sich als Geschwister aus. Gabriel nimmt einen Job als Musiklehrer an, Evy engagiert sich in soziale Vereine und Bethany - die Jüngste - muss die Schulbank drücken. In der Highschool lernt Bethany den Schulsprecher Xavier kennen und verliebt sich auch prompt in ihn. Und wie zu vermuten ist, sorgt diese paranormale Beziehung für etliche Probleme. Bethanys Verstrickungen in das menschliche Dasein verlieren jedoch an Bedeutung, als ein Abgesandter des Teufels die Bühne betritt und das Engel-Mädchen für sich beansprucht.
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Gordon Dahlquist: Das Dunkelbuch
Dieser Roman ist die Fortsetzung von "Die Glasbücher der Traumfresser": Miss Temple, Kardinal Chang und Doktor Svenson sind am Luftschiff den dunklen Machenschaften der Contessa in allerletzter Sekunde entkommen. In einer verrotteten Fischerhütte kommt Miss Temple erst nach Tagen und nach heftigen Fieberanfällen zu sich. An ihrem Bett wacht die Hauslehrerin Eloise Dujong. Ihre Gefährten allerdings haben die Fischerhütte bereits verlassen. Und auch Miss Temple muss - noch wackelig auf den Beinen - fliehen, denn die tot geglaubte Widersacherin, Contessa di Lacquer-Sforza, ist ihr und den anderen dicht auf den Fersen. Auf ihrer Flucht stoßen die drei tapferen Protagonisten nicht nur auf eine Serie grausamer Morde, sie finden auch immer wieder das unheilvolle, erinnerungsfressende blaue Glas.
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Tom Finnek: Gegen alle Zeit
Der junge Henry liebt die Schauspielerei. Durch seine Freundin Sarah bekommt er endlich eine bezahlte Rolle als Captain Macheath in der "Bettleroper". Doch als die Vorhänge bei der Premiere in einem Londoner Kellertheater fallen, ist es mit Henrys Glück vorbei. Er erwischt Sarah, die auch im Stück seine Geliebte Polly mimt, in flagranti mit dem Bühnen-Vater Peachum. Bei der anschließenden Premieren-Feier schluckt Henry seinen Kummer erst mal mit viel Gin hinunter. Doch an das, was dann passiert, kann sich Henry nur noch lückenhaft erinnern. Eine Eisenstange ist da im Spiel. Und viel Eifersucht und Blut. Als Henry am nächsten Morgen aufwacht - völlig verkatert und orientierungslos - findet er sich im stinkenden Keller von "Mother Blake's Gin Shop" wieder. Als er aus dem Keller auf die Straße tritt, traut er seinen Augen nicht und glaubt zunächst Opfer von "Versteckter Kamera" zu sein. Er sieht eine mit Kopfstein gepflasterte Straße, gesäumt von windschiefen Häuser und Menschen mit Lockenperücken, strammen Miedern und Kniebundhosen. Ein junger Mann mit dunkelblauer Hautfarbe, der sich als "Blueskin" vorstellt, fordert ihn auf ihm zum Newgate-Gefägnis zu folgen, um endlich Jack Sheppard zu befreien. Henrys Hoffnungen, dass er gerade einem blöden Scherz aufsitzt, schwinden. Seine Gegenwart ist längst nicht mehr die der Wolkenkratzer und Smartphones, sondern die des Jahres 1724. Das Jahr, in dem Londons berühmtester Dieb Jack Sheppard gehängt wird und der Schriftsteller John Gay zusammen mit dem Musiker Johann Christoph Pepusch beginnt, an "The Beggar's Opera" zu arbeiten.
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Walter Moers: Rumo & Die Wunder im Dunkeln
Was für eine Geschichte! Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte 1. volljährig sein und 2. nichts Wichtiges vorhaben. Denn dieses Buch kann man erst aus der Hand legen, wenn die letzte Zeile gelesen ist. "Rumo" ist wahrer Heldenstoff aus Zamonien, ein erzählerisches Abenteuer vom Feinsten und garantiert nichts für schwache Nerven. Die Geschichte handelt von spritzendem Blut und vergossenen Tränen, unerreichbarer Liebe und Freundschaft bis über den Tod hinaus. Sie beginnt mit einem zahnenden Welpen in einem Fhernhachischen Dorf, das gerade von Teufelszyklopen überfallen wird.
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Tanja Heitmann u.a.: Stille Nacht
Weihnachten ist nicht mehr weit und passend dazu ist soeben die Anthologie "Stille Nacht" erschienen. Dieses Buch trägt den Untertitel "Magische Liebesgeschichten" und richtet sich an Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren. Sechs Autorinnen erzählen sechs romantische Geschichten, die alle an den Tagen rund um den Heiligen Abend spielen. Sie erzählen von Begegnungen junger Menschen mit Wesen aus dem Zwischenreich: Vampire, Dämonen, Götter und andere mystische Gestalten. "Stille Nacht" ist eine Sammlung kurzer Erzählungen mit viel Gefühl und Spannung. Happy endings garantiert.
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Neil Gainman: Niemalsland
Das hat nun der hilfsbereite Richard davon: Wegen eines Mädchens, das auf der Straße zusammenbricht, verpasst er nicht nur ein wichtiges Geschäftsessen, sondern verliert auch noch seine Existenz in der oberen Hälfte von London. Der Reihe nach: Door, eine Rotznase aus Unter-London liegt blutend auf dem Gehsteig. Richard, der mit seiner Verlobten die Straße entlang hastet - sie sind auf den Weg zu einem Termin und sind schon viel zu spät dran - hilft der Kleinen auf und bringt sie kurzerhand in seine Wohnung, wo er sie übernachten lässt. Die Verlobte findet seine Hilfsbereitschaft gar nicht toll - es geht ja schließlich um Richards Karriere - und beendet die Beziehung. Am nächsten Tag tauchen auch noch zwei schräge Typen vor Richards Wohnung auf, die auf der Suche nach Door sind. Irgendwie wimmelt Richard die beiden ab und dann wird's schräg: Für Door treibt Richard noch einen ihrer Freunde auf, den Marquis de Carabas, der sich um Door kümmert und sich nach Unter-London zurückbringt. Wieder allein stellt Richard plötzlich fest, dass er in seiner Welt - dem oberen London - nicht mehr wirklich vorhanden ist. Sein Telefon ist tot, sein Schreibtisch im Büro weggeräumt, seine Wohnung an andere vermietet, seine Kreditkarte wird nicht mehr akzeptiert und irgendwie wird er von den anderen Menschen auch nicht mehr wirklich wahrgenommen. Richard macht sich auf die Suche nach Door und dem Marquis. Nicht nur um Antworten auf diese Seltsamkeiten zu finden, sondern auch, weil er nicht mehr weiß, wo er hingehört. Er packt seine kleine Sporttasche und steigt hinab in den Untergrund von London. Und wer glaubt, dort gäbe es nur U-Bahn-Tunnels und Abwasserkanäle, der hat sich ordentlich getäuscht.
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M.F.W. Gurran: Wächter der Schatten
Waterloo, 1815: Die beiden Offiziere William und Kieran haben die Schlacht bei Waterloo überlebt. Die geplünderten Leichen werden vom Schlachtfeld geräumt und die Verletzten in Lagern notdürftig versorgt. Eine alte Hexe ist noch dabei, einen toten Franzosen nach Wertsachen abzusuchen und findet in seiner Jacke eine kleine Pyramide aus Bronze. Hastig steckt sie den Schatz in ihre Tasche und eilt zurück ins Dorf. Als sie am Abend Besuch von einem Händler bekommt, der ihr die Fundsachen abkaufen will, merkt dieser sofort, dass die Alte etwas vor ihm verbirgt. Er entdeckt die Pyramide, und als die beiden um das Kleinod kämpfen, tötet der Händler die Frau. Als er dann die Pyramide in seinen Händen hält und sie betrachtet, fällt plötzlich ein Tropfen Blut darauf. Die Pyramide beginnt zu glühen und der Händler verwandelt sich in ein abscheuliches Monster, einem Vampyr, das nur noch auf Tod und Zerstörung aus ist. William und Kieran, die sich zur gleichen Zeit im Dorf aufhalten, werden Zeuge von der tödlichen Verwüstung. Zusammen mit anderen Soldaten machen sie Jagd auf den Dämon und es gelingt ihnen schlussendlich auch, es zu töten. Mit dieser Tat haben sich die beiden in den ewig dauernden Krieg zwischen Gut und Böse verstrickt. Aber das wird ihnen erst viel später erst so richtig bewusst.
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