"Seitdem sehe ich jeden Pudding aus einer ganz anderen Perspektive. Meine Frau kichert jetzt, wenn jemand Vanillesoße erwähnt, und ich versichere dir: Nach dreißig Jahren Ehe ist das sehr beunruhigend."
So schrieb der Verleger J.H.C Ziegenberger an seinen Lektor Thomas Liesgut, als im Verlag ein unaufgefordertes Manuskript von Nanny Ogg eintrifft (einigen vielleicht als berühmte Hexe aus Lancre bekannt). Trotz aller Bedenken wird das Buch gedruckt. Und so halte ich nun dieses seltsame Büchlein in meinen Händen und schicke voraus, dass es nicht für jedermann/jedefrau geeignet sein wird.
Wer klassische Küche erwartet, wird enttäuscht. Neben ganz einfachen Gerichten verlangen manche Rezepte einige Phantasie - bei manch anderen wäre es besser, man hätte nicht zu viel davon
Was würdet ihr denn von einem Rezept erwarten, das mit folgenden Worten beginnt:
"Erdbeerwackler
Wie soll ich mich ausdrücken? Er ist rosarot und wackelt. Bei Partys ruft er oft Gelächter hervor. Man könnte versuchen, ihn in einer Schüssel zu servieren, aber alle wüssten, dass dies nicht richtig ist..."
Alle die mit der Scheibenwelt vertraut sind und/oder Experimente in der Küche lieben, haben mit Sicherheit Freude am Erdbeerwackler oder an Rezepten wie Bananensuppenüberraschung, Schafsaugen, getrocknete Froschpillen, Rattenpizza, Zwergenbrot, Bauchvoll, u.a. Viele alte Bekannte aus den Scheibenweltromanen tummeln sich hier. Dennoch kommen auch uneingeweihte Leser auf ihre Kosten. Denn viele Rezepte sind auch ohne Hintergrundwissen amüsant und die Illustrationen tragen ebenfalls zum Lesevergnügen bei.
Aber dieses (Koch)Buch beinhaltet neben den Rezepten auch Ratschläge für junge Leute vor der Ehe, Anmerkungen über die Etikette, Lebensweisheiten etc. Auf diesen Seiten sinkt der Unterhaltungswert für jene, die die Scheibenwelt-Romane nicht kennen.
Deshalb nur ein *Rat(t)ing von meiner Seite und meine Empfehlung: Für Scheibenweltneulinge nur bedingt geeignet, aber kochwütige Fans von Terry Pratchett sollten zugreifen.
Mit besten Grüßen
Frau Blücher
P.S
Und wer nun wissen will, wie man den Erdbeerwackler richtig serviert, nun, der muss wohl das Buch lesen oder sich einladen lassen.
So schrieb der Verleger J.H.C Ziegenberger an seinen Lektor Thomas Liesgut, als im Verlag ein unaufgefordertes Manuskript von Nanny Ogg eintrifft (einigen vielleicht als berühmte Hexe aus Lancre bekannt). Trotz aller Bedenken wird das Buch gedruckt. Und so halte ich nun dieses seltsame Büchlein in meinen Händen und schicke voraus, dass es nicht für jedermann/jedefrau geeignet sein wird.
Wer klassische Küche erwartet, wird enttäuscht. Neben ganz einfachen Gerichten verlangen manche Rezepte einige Phantasie - bei manch anderen wäre es besser, man hätte nicht zu viel davon
"Erdbeerwackler
Wie soll ich mich ausdrücken? Er ist rosarot und wackelt. Bei Partys ruft er oft Gelächter hervor. Man könnte versuchen, ihn in einer Schüssel zu servieren, aber alle wüssten, dass dies nicht richtig ist..."
Alle die mit der Scheibenwelt vertraut sind und/oder Experimente in der Küche lieben, haben mit Sicherheit Freude am Erdbeerwackler oder an Rezepten wie Bananensuppenüberraschung, Schafsaugen, getrocknete Froschpillen, Rattenpizza, Zwergenbrot, Bauchvoll, u.a. Viele alte Bekannte aus den Scheibenweltromanen tummeln sich hier. Dennoch kommen auch uneingeweihte Leser auf ihre Kosten. Denn viele Rezepte sind auch ohne Hintergrundwissen amüsant und die Illustrationen tragen ebenfalls zum Lesevergnügen bei.
Aber dieses (Koch)Buch beinhaltet neben den Rezepten auch Ratschläge für junge Leute vor der Ehe, Anmerkungen über die Etikette, Lebensweisheiten etc. Auf diesen Seiten sinkt der Unterhaltungswert für jene, die die Scheibenwelt-Romane nicht kennen.
Deshalb nur ein *Rat(t)ing von meiner Seite und meine Empfehlung: Für Scheibenweltneulinge nur bedingt geeignet, aber kochwütige Fans von Terry Pratchett sollten zugreifen.
Mit besten Grüßen
Frau Blücher
P.S
Und wer nun wissen will, wie man den Erdbeerwackler richtig serviert, nun, der muss wohl das Buch lesen oder sich einladen lassen.
Tags für diesen Artikel: Sonstige Bücher
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Den Erdbeerwackler hab ich ja schon beschrieben bekommen - definitiv kein Gericht für jene, die ihren Hormonhaushalt nicht unter Kontrolle haben. Wer Aussergewöhnliches servieren möchte und vor Lachen wahrscheinlich keinen Bissen runter bekommt, muss dieses Buch im Küchenschrank haben. 
Kommentar (1)
















Terry Pratchett ist bekannt dafür, dass er oft Klassiker aus der Literatur als Aufhänger seiner Romane verwendet. Im Falle von "Mummenschanz" ist es das Phantom der Oper, der für Krimi-Spannung in Ankh-Morpork sorgt. Eigentlich sind Oma und Nanny gesch Kommentar (1)
Aufgenommen: Jun 16, 01:50