Eine Geschichte zu erzählen, reicht Matt Ruff wohl nicht. Es müssen gleich mehrere sein - und dem nicht genug verpasst er den vielen Handlungen auch noch ein mythologisch-fantastisches Mascherl. Kobolde, Musen, sprechende Vierbeiner und auch ganz normale (und auch nüchterne) Studenten und Professoren tummeln sich am Campus der Cornell University irgendwo auf einem Hügel in Amerika. Stephen lässt grad einen Drachen steigen, Puck läuft seiner Ex-Freundin nach und im fernen New York machen sich Luther und Blackjack auf den Weg, den Himmel zu suchen. Und all diese anfänglichen Belanglosigkeiten sind Teil eines grossen Plans, eines erzählerischen Konzepts, an das ein alter Grieche schon seit Jahrhunderten arbeitet.
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Gerade noch rechtzeitig für den Gabentisch ist endlich die deutsche Fassung des fünften Abenteuers der Lit-Agentin Thursday Next veröffentlicht worden. 16 Jahre seit der Hamlet-Geschichte sind vergangen. Thursday ist mittlerweile im besten Alter, immer noch mit Landen verheiratet und Mutter von drei (+/-) Kindern. Zusammen mit ihren Ex-Kollegen Spike, Bowden und Stig arbeitet sie im Teppich-Fachgeschäft "Acme Carpets" in Swindon. Ein biederes Leben, das ein Gähnen hervorrufen würde, wenn man es nicht besser wissen würde...
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Lisbeth Salander springt dem Tod von der Schippe: Angeschossen und halb erschlagen buddelt sie sich mit Hilfe eines Etuis (!) aus einem Grab, doch Mikael kann sie in letzter Sekunde retten und Lisbeth wird mit einer Kugel im Kopf ins Krankenhaus eingeliefert. Zeitgleich mit Alexander Zalatschenko, der sich jedoch in einem wesentlich besseren Zustand befindet. Da Lisbeth unter Mordverdacht steht, gleicht das Krankenhaus eher einem Gefägnis, denn jeliche Kommunikation - egal ob persönlich oder technisch - ist für sie verboten. Für Mikael, der weiter an den Mordfällen arbeitet, ist dies natürlich hinderlich, wenn ihm seine wichtigste Informationsquelle nicht zugänglich ist. Doch Journalisten sind einfallsreich und zusammen mit Lisbeth kommt er auch den letzten Rätsel auf die Spur.
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Unter weiter geht's mit den nächsten 750 Seiten: Wen der erste Teil der Millenium-Trilogie noch nicht so recht überzeugt hat, sollte dennoch weiterlesen, denn "Verdammnis" topt den ersten Teil um Längen. Der Wirtschaftsjournalist Blomkvist und sein Mitarbeiter Dag Svensson sind einer heissen Story über Mädchenhandel und Prostitution in Schweden auf der Spur. Die Hackerin Lisbeth - ein bisschen verschnupft, weil Mikael die Beziehung zu Erika weiterführt - ist natürlich darüber voll im Bilde. Obwohl sie jeden Kontakt zu Mikael verweigert, kann sie es nicht lassen, ab und zu in seinem iBook nachzusehen, an was der Journalist gerade arbeitet. Als sie in Mikaels Rechercheunterlagen Namen entdeckt, die ihr aus der Vergangenheit wohl bekannt sind, beginnt sie auf eigene Faust nachzuforschen.
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Wie schnell können 687 Seiten vorüber gehen? Wenn's um einen Thriller aus Schweden geht, sehr schnell, denn der bleibt in den Händen kleben, bis die letzte Seite umgeblättert ist. Der Autor Stieg Larsson ist leider schon verstorben, hat uns aber die "Millennium-Trilogie" (drei von zehn geplanten Büchern) hinterlassen: "Verblendung" ist der erste Teil, nach ihm folgen "Verdammnis" und "Vergebung". Der Wirtschaftsjournlist Mikael Blomkvist bekommt von einem alten (und reichen) Mann einen seltsamen Auftrag: Er soll die Familien-Chronik verfassen und damit zusammenhängend herausfinden, was der verschwundenen Lieblingsnichte vor 40 Jahren zugestossen ist. Klingt nicht gerade originell, ist es aber mords-aufregend...
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"Mosaik der französischen Revolution in mehreren Bänden - Band I - Mirabeau - 1788": So lautet der Untertitel dieser facettenreichen Roman-Serie. Bevor nun demnächst der zweite Band "Brouillé" erscheint, hier nun mehr über den Beginn der Erzählung, in der - neben einem verliebten Intellektuellen - die Anfänge der französische Revolution die Hauptrolle spielen: Nachhilfe in europäischer Entwicklungsgeschichte mit einem Hauch von Mantel-und-Degen.
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Und die Geschichte des Leopold Wallisch - vulgo Lemming - geht weiter: Der Lemming arbeitet nun schon eine geraume Zeit im Schönbrunner Zoo als Nachwächter ("der Tiefpunkt seiner Karriere") und ist mit seiner Freundin, der Klara, noch immer zusammen. Ein beschauliches Leben ohne Mord und Totschlag also, wenn er nicht eines Nachts einen toten Pinguin im Polarium finden würde - erhängt mit einer roten Schnur, im Schnabel einen Zettel haltend, auf dem sich nichts als eine merkwürdige Zahlenkombination befindet. Als der Lemming dann auch noch den Auftrag bekommt, dem Tiermord nachzugehen, erwacht seine detektivische Spürnase.
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