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Igor von der Nordwand
Steven Saylor: Das Lächeln des Ciceros
Serien-Krimis in Buchform haben einen entscheidenden Vorteil: Sie nerven nicht so wie ihre TV-Pendants. Vor allem, so kommt mir vor, weil die Produzenten sich doch mehr einfallen lassen und in einem Buch halt doch mehr verpackt werden kann als in 45 Minuten. Mit "Das Lächeln des Ciceros" möchte ich eine Histo-Krimi-Reihe eines amerikanischen Schriftstellers vorstellen, der Geschichte so richtig studiert hat und als Experte für römische Geschichte gilt. Anfang der 90er erschien als Auftakt seiner Krimi-Reihe "Roma Sub Rosa" (was soviel wie "Rom im Geheimen" bedeutet) sein erster Roman "Ciceros Lächeln". Mittlerweise gibt's schon 12 Geschichten über den antiken Detektiv Gordianus, der im alten Rom zur Endzeit der Republik Greueltaten aufklärt. Zur Abwechslung also mal ein Krimi ohne moderne Forensik und High-Tech-Waffen. [mehr]
Gerd Schilddorfer, David G. L. Weiss: Narr
Wenn das Autoren-Duo Schilddorfer und Weiss so weiter macht, dann besteht akute Suchtgefahr! Seit Anfang Juli ist ihr zweiter Historien-Thriller mit den sympatischen Helden Paul Wagner und Georg Sina auf dem Markt und wer jetzt noch auf der Suche nach einem aussergewöhnlichen Lese-Erlebnis für den Sommer ist, der soll schauen, dass er schnellstens in die nächste Buchhandlung geht oder klickt. Das erste Roman "Ewig" hat ja schon einiges an intelligenter Spannung hingelegt, bei "Narr" wurden meine Erwartungen überboten. Auch dieses Mal haben sich die Autoren eine historische Größe für die Handlung herausgepickt - Fürst von Metternich (nein, nicht der Riesling-Sekt sondern der vom Wiener Kongress). Gekonnt wird Geschichtsschreibung und Fiktion mit der Gegenwart verstrickt, so dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Es geht um vier geheimnisvolle Dokumente aus den Zeiten Metternichs, auf deren Spuren sich der Journalist Wagner und der Historiker Sina heften. Mit von der Partie sind auch wieder der mittlerweile pensionierte Kommissar Berner, Major Valerie Goldmann und der Ex-Ringer Eddy Bogner, dem gegen Ende eine besondere Rolle zugeteilt wird. Doch ganz am Anfang der Geschichte und wie es auch bei einem ordendlichen Krimi-Thriller sein soll, steht ein grauslicher Mord: Im fahlen Mondlicht findet Professor Sina seinen ehemaligen Mentor - aufgehängt im eigenen Obstgarten mit herausgeschnittener Zunge... [mehr]
Vanessa Vollmann, Anette Reiter: München Manhattan
Gleich vorweg: Hier handelt es sich um ein Buch, das von Frauen geschrieben wurde, von Frauen handelt und mit höchster Wahrscheinlichkeit nur von Frauen gelesen wird. Und bevor jetzt jemand das Gesicht verzieht: Man(n) muss es ja nicht lesen. Nun, ich hab's gelesen und zwar ratz-fatz. Der Roman hat mir einerseits das geliefert, was ich durch Aufmachung, Titel und Klappentext erwartet habe: Ein locker erzählte Geschichte dreier Freundinnen, die ihre Schicksale meistern. Die feschen Männer, die im Alltag auf der Seife stehen, fehlen ebenso wenig wie das ensprechende Chick Lit-Ambiente inkl. Prada und Gucchi. Andererseits war ich auch überrascht. Die Geschichte ist erfreulicherweise sehr spannend gestaltet. Zudem kommt das Lesevergnügen durch wechselnde Erzählperspektiven und gedankliche Einschübe der Freundinnen mit viel Tempo daher. [mehr]
Jan Weiler, Hans Traxler: Gibt es einen Fußballgott?
Unerklärliche Dinge werden gerne irgendwelchen Göttern in die Schuhe geschoben. Warum nicht auch, wenn es um Fußball geht? Tausende pilgern zu einem Stadion, der einem Tempel gleicht, der lederne Ball wird als Reliquie verehrt und so mancher Trainer wirft sich zu Boden, um den Rasen zu küssen. Fussball ist eine Religion. Keine Frage, dass es daher auch einen Fußballgott geben muss. Doch Götter sind launisch und nicht immer auf der richtigen Seite, wie man's gerade jetzt bei der WM mitverfolgen kann. Da hat der Kicker Adrian schon mehr Glück in seinem Leben: Adrian ist fußballtechnisch gesehen eine volle Niete: leidliche Kondition, null Spielverständnis und seine Ballbeherrschung ist lächerlich. Aber immer, wenn er auf die Ersatzbank geschickt wird, beginnt er zu träumen... Von einer steilen Fußball-Karriere, von Pokalen und hübschen Mädls, von Geld und einem jubelnden Publikum. Doch damit, dass gerade der Fußballlgott ihm seine innigsten Wünsche erfüllt, hat er nicht gerechnet. [mehr]
Takashi Matsuoka: Die Stunde des Samurai
Aus europäischer Sicht tickt Japan komplett anders - das war schon immer so - besonders als Japan noch keine westlichen Einflüsse kannte und es noch die Samurais gab, die unerbittlichen Soldaten, deren Ziel es ist, im Kampf ehrenvoll ihr Leben auszuhauchen. Aber anders als die rohen Wikinger bei uns, hatten die japanischen Krieger Stil und Etikette. "Die Stunde des Samurai" spielt in einer Zeit, als Japan zum ersten Mal von der Globalisierung gestreift wird: Amerikanische, englische und holländische Schiffe ankern vor den Küsten und so manch schnelldenkende Japaner merkt, dass mit ehrwürdigen Traditionen, uralten Stammesfehden und jahrhundertelang gepflegte Eitelkeiten so langsam kein Staat mehr zu machen ist. So ein Blitzkneisser ist Genji, Großfürst von Akaoka und Anführer des Okumichi-Clans. Genji ist nicht nur mächtig sondern auch ein Visionär, was seinem größten Widersacher, Kawakami, Chef der Geheimpolizei, mehr als nur ein Dorn im Auge ist. Zudem gibt sich Genji auch noch mit den gerade per Schiff angekommenen Ausländern, drei Amerikaner, ab. Mit der hübschen Geisha Heiko, glaubt Kawakami, Genji bald abservieren zu können und mit ihm die drei westlichen Eindringlinge. [mehr]
Ursula K. Le Guin: Erdsee
Die Welt von Erdsee, wo dieser Fantasy-Zyklus spielt, ist ein Meer mit vielen kleinen Inseln. Auf der Insel Gont lebt Duny - er wird später auch "Sperber" genannt -, der Sohn des Dorfschmieds. Im Laufe seiner Kindheit stellt sich heraus, dass Duny magische Kräfte besitzt. Er wird notdürftig von seiner Tante, einer Hexe, unterrichtet. Später geht er in die Lehre bei dem Magier Ogion, der ihm auch seinen wahren Namen "Ged" verleiht. Ogien unterstützt ihn auch dabei, auf die Zauberschule auf der Insel Rok zu gehen. Nun beginnen für Ged die wahren Ausbildungsjahre bevor er sich in magische Abenteuer stürzt. "Erdsee" beinhaltet alle vier Romane über Ged, den Zauberer. Es sind märchenhafte Geschichten, unkompliziert geschrieben und für jede Altersgruppe geeignet. [mehr]
Luftig-leichte Bücher für den Sommerurlaub
Marcel fragt auf seinem Bücher-Blog "read that": Welche drei Bücher würdet ihr für den diesjährigen Sommerurlaub empfehlen? Da kann Blücher nur antworten: was Witziges, was Spannendes und was Romantisches. Denn der Sommer wird nass werden und da brauchen Bücherratten Sonnenschein im Kopf, um nicht einer Regen-Depression zu verfallen.

Und der erste Gedanke zur gestellten Frage: Da hilft nur der Lemming (Stefan Slupetzky), egal welcher Fall. In diesem Fall hab ich mir den vierten ausgesucht, nämlich "Lemmings Zorn". Zum einen, weil ich ihn noch nicht gelesen habe, jedoch alle Vorgänger, zum anderen weil ich mir vorgenommen habe, mit dem Lemming mir den Sommer zu erwärmen, indem ich die Lachmuskeln anheize. Somit haben wir den Witz schon mal abgehakt.

Bei Spannung ist mir das Wort "Koonz" eingefallen. Hier würde ich mir sein letztes Buch "Frankenstein - Der Schatten" (Das große Finale der Frankenstein-Trilogie) ins Einkaufsackerl stecken.

Und dann braucht man rosarote Romantik, um sich daraufhin zu entspannen. Nun, hier ist es nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. Das Angebot ist gross und von Vampiren hab ich einstweilen mal genug. Nicht zu abgedroschen sollte die Geschichte sein und sowohl für Männlein als auch Weiblein geeignet. Da muss ein Klassiker her: "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell hat zwar jeder schon im Fernsehen gesehen, aber hat einer schon das Buch gelesen? Eben.

Wer ebenfalls drei Sommer-Tipps abgeben möchte, kann das gerne hier mittels eines Kommentars machen, oder auf "read that" gehen und dort einen Beitrag posten.
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