Serien-Krimis in Buchform haben einen entscheidenden Vorteil: Sie nerven nicht so wie ihre TV-Pendants. Vor allem, so kommt mir vor, weil die Produzenten sich doch mehr einfallen lassen und in einem Buch halt doch mehr verpackt werden kann als in 45 Minuten. Mit "Das Lächeln des Ciceros" möchte ich eine Histo-Krimi-Reihe eines amerikanischen Schriftstellers vorstellen, der Geschichte so richtig studiert hat und als Experte für römische Geschichte gilt. Anfang der 90er erschien als Auftakt seiner Krimi-Reihe "Roma Sub Rosa" (was soviel wie "Rom im Geheimen" bedeutet) sein erster Roman "Ciceros Lächeln". Mittlerweise gibt's schon 12 Geschichten über den antiken Detektiv Gordianus, der im alten Rom zur Endzeit der Republik Greueltaten aufklärt. Zur Abwechslung also mal ein Krimi ohne moderne Forensik und High-Tech-Waffen.
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Wenn das Autoren-Duo Schilddorfer und Weiss so weiter macht, dann besteht akute Suchtgefahr! Seit Anfang Juli ist ihr zweiter Historien-Thriller mit den sympatischen Helden Paul Wagner und Georg Sina auf dem Markt und wer jetzt noch auf der Suche nach einem aussergewöhnlichen Lese-Erlebnis für den Sommer ist, der soll schauen, dass er schnellstens in die nächste Buchhandlung geht oder klickt. Das erste Roman "Ewig" hat ja schon einiges an intelligenter Spannung hingelegt, bei "Narr" wurden meine Erwartungen überboten. Auch dieses Mal haben sich die Autoren eine historische Größe für die Handlung herausgepickt - Fürst von Metternich (nein, nicht der Riesling-Sekt sondern der vom Wiener Kongress). Gekonnt wird Geschichtsschreibung und Fiktion mit der Gegenwart verstrickt, so dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Es geht um vier geheimnisvolle Dokumente aus den Zeiten Metternichs, auf deren Spuren sich der Journalist Wagner und der Historiker Sina heften. Mit von der Partie sind auch wieder der mittlerweile pensionierte Kommissar Berner, Major Valerie Goldmann und der Ex-Ringer Eddy Bogner, dem gegen Ende eine besondere Rolle zugeteilt wird. Doch ganz am Anfang der Geschichte und wie es auch bei einem ordendlichen Krimi-Thriller sein soll, steht ein grauslicher Mord: Im fahlen Mondlicht findet Professor Sina seinen ehemaligen Mentor - aufgehängt im eigenen Obstgarten mit herausgeschnittener Zunge...
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Dieses Buch ist mir nicht aufgrund seiner lieblosen Aufmachung sondern wegen des Klappentextes in die Hände geraten. Der Autor, Christoph Wagner, ist eigentlich durch seine journalistischen Arbeit zu kulinarischen Themen bekannt: Er ist Herausgeber des Gastronomieführers "Was isst Österreich" und Gourmet-Kolumnist für "News" und "Gusto". "Schattenbach" ist sein erster Roman und eine vergnügliche Detektivgeschichte mit einer gepfefferten Portion Kulinarik.
Schattenbach ist ein ruhiges Dorf, irgendwo in Österreich zwischen idyllischen Weinbergen und einem beschaulichen Flussknie gelegen, mit einer Kirche, einem Gemeindeamt und einem Dorfwirt. Es gibt aber auch ein kleines Heimatmuseum, das neben der Nachttopfsammlung auch eine Heiligenfigur beherbergt. Als "die Madonna mit den sechs Fingern" eine nachts gestohlen wird, richtet sich der Verdacht der örtlichen Oberhäupter natürlich zu allererst gegen den ortsfremden Kustos, dem "Flinserldoktor" Mario Carozzi. [mehr]
Schattenbach ist ein ruhiges Dorf, irgendwo in Österreich zwischen idyllischen Weinbergen und einem beschaulichen Flussknie gelegen, mit einer Kirche, einem Gemeindeamt und einem Dorfwirt. Es gibt aber auch ein kleines Heimatmuseum, das neben der Nachttopfsammlung auch eine Heiligenfigur beherbergt. Als "die Madonna mit den sechs Fingern" eine nachts gestohlen wird, richtet sich der Verdacht der örtlichen Oberhäupter natürlich zu allererst gegen den ortsfremden Kustos, dem "Flinserldoktor" Mario Carozzi. [mehr]
Extrem bestialisch beginnt das 2008 erschienene Buch von Henning Mankell: Es ist tiefster Winter in Schweden - eher durch Zufall entdeckt ein Fotograf die grauenvoll ermordeten Bewohner eines Dorfes. Bis auf eine betagte Frau und ein altes Pärchen wurde das kleine Dorf Hudiksvall bestialisch ausgerottet. Sogar auf die Erschlagung der Hunde, Katzen und Kanarienvögel wurde nicht verzichtet. Die Polizei ist ratlos, denn der einzige Anhaltspunkt ist ein rotes Seidenband. Allein die Richterin Birgitta Roslin beginnt sich für die Morde zu interessieren, denn unter den Toten befinden sich die Pflegeeltern ihrer Mutter. Alte Tagebücher bringen sie auf eine Spur, die zuerst nach Nevada in das 19. Jahrhundert und dann nach China der Jetztzeit führt.
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Ein ganz normaler Tag für die Bostoner Pathologien Maura Isles: gerade eben seziert sie einen Mann, der an einem Herzinfarkt gestorben ist. In der nächsten Minute wird sie zu einem Tatort bestellt. In einem Kloster wurde eine Novizin mit einem mehrfach eingeschlagenen Schädel gefunden. Und somit ist Maura mit einem weiteren "Patienten" beschäftigt, der auf dem Seziertisch seine letzten Geheimnisse offenbart. In diesem Fall hat die Novizin kurz vor ihrem Tod ein Kind auf die Welt gebracht. Während der Suche nach dem Neugeborenen wird eine zweite weibliche Leiche entdeckt, bei der Maura ein weiteres Geheimnis entdeckt: Die Frau hatte Lepra. Zusammen mit der ermittelnden Polizistin Jane Rizzoli entdeckt sie Zusammenhänge zwischen den beiden Mordfällen.
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"Jagen, das ist ein guter sauberer Männerspaß": Drei befreundete Männer haben ein gemeinsames Hobby. Einmal im Jahr fahren sie, ohne Kinder und Ehefrauen, für zwei Wochen auf Urlaub. Ein Urlaub der besonderen Art, denn in einer abgeschiedenen Hütte irgendwo in Kanada tun sie nichts anderes als saufen und jagen. Ihre Beute gabeln sie bereits schon während der Fahrt zum beschaulichen Ferienort auf: Vorzugsweise Pärchen, die auf Raststätten gekidnappt und in den einsamen Wäldern ausgesetzt werden. Und dann wird auf das Freiwild - zwecks Gaudi - so richtig Jagd gemacht. Amerikanisches 70-er Jahre Psycho-Halali.
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Der "Uhrmacher" ist ein Mörder, der mit Präzision eines Uhrwerks arbeitet, um perfekt zu morden, und bei jedem seiner Opfer seine Visitenkarte hinterlässt: eine Standuhr, die leise und unerbittlich vor sich hin tickt. Und noch etwas zeichnet den "Uhrmacher" aus: er mordet langsam und qualvoll mit einer goldenen Taschenuhr in der Hand und hinterlässt so gut wie keine Spuren. Ideale Voraussetzungen also für das ermittelnde Paar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs.
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