Matt Ruff: Bad Monkeys
Las Vegas, Strafvollzugsanstalt Clark County, Beklopptentrakt: Die mehrfache Mörderin Jane Charlotte erzählt einem Psychiater ihre Lebensgeschichte. Nicht, dass sie erwartet, dass er sie glauben wird. Noch weniger, dass er sie nach ihren Erklärungen für geistig gesund halten wird. Aber da er nun schon mal da ist und auch bereit ist, ihr zuzuhören, beginnt sie zu erzählen: Wie alles mit 14 Jahren begann, wie ihre verkorkste Jugend verlaufen ist, und wie sie später von der undurchsichtigen Organisation "Bad-Monkeys" (Behörde zur Beseitigung von hoffnungslosen Fällen) rekrutiert wird und bestimmte Aufträge zur Verbesserung der Welt erledigt. Es geht um Verschwörungen, Doppelagenten und Täuschungsmanöver, dass einem schwindelig werden kann und sich laufend fragen muss, ob nicht die Erzählerin oder der Autor einen Knall hat. [mehr]
Was kann einem Menschen dazu bringen, von heute auf morgen sein Leben radikal zu ändern, ja sein bisheriges Dasein nur noch als Traum zu empfinden? Im dem er ein Buch liest, ein - bestimmtes - Buch. Der Student Osman trifft in der Mensa der Universität in Instanbul auf die Komilitonin Canan. Wie durch Zufall kann Osman einen Blick auf Canans kurz hingelegtes Buch werfen. Um die hübsche Studentin näher kennenzulernen, besorgt sich Osman dieses Buch. "Eines Tages las ich ein Buch, und mein ganzes Leben veränderte sich." So beginnt Pamuks Roman über das neues Leben. [mehr]

Elf seltsame Todesfälle sind der Aufhänger dieses Krimis von Stanislaw Lem. Elf Amerikaner, die alle so um die 50 sind und an Haarausfall und einer Allergie leiden, erkranken während eines Kuraufenthaltes in Italien auf mysteriöse Weise. Halluzinationen, Paranoia mit anschliessendem Selbstmordversuchen sind die Folge. Eine New Yorker Privatdetektei wird beauftragt, den Fällen nach zu gehen. Der durch seinen Heuschnupfen ausgemusterte Astronaut John, der den Opfern in Alter und Aussehen ähnlich ist, soll im Auftrag der Agentur den Lockvogel spielen. So reist John nach Italien und schlüpft in die Rolle des elften Verstorbenen Adams. Er soll die letzten Tage des Opfers nacherleben und so die laufenden Ermittlungen weiter bringen. [mehr]
Nach Richard K. Breuers "Rotkäppchen 2069" war ich ja schon auf einiges gefasst, überrascht hat mich sein aktuelles Buch dennoch. "Schwarzkopf" ist anders, etwas weniger abgedreht und absurd als sein Vorgänger. Breuer setzt erneut auf vertraute Irr-Sinnigkeiten, wie z.B. ein Buch in Dialogform zu schreiben. Er schafft es aber, den Leser damit weder zu langweilen noch ihn mit der Vielzahl an Charakteren zu verwirren. "Schwarzkopf" ist eine rabenschwarze Krimi-Comedy mit vielen Parallelen zum "Der dritte Mann". Muss hier noch gesagt werden, dass dieser Wahn-Witz in Wien spielt? [mehr]

Igor begrüsst euch nach langer Abwesenheit mit der virtuellen Freakshow "Rotkäppchen Zwanzigneunundsechzig" (Untertitel "einliterarischercomicstripübersexundandereperversionen"). Auch wenn im Titel ein Märchen angedeutet wird, und es auf den ersten Seiten lustige Zeichnungen gibt: Kein Kinderbuch! [mehr]
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