Sharam, das ist das Wort, um das es hier geht und das unzulänglich als "Scham" übersetzt wird. "Sharam" ist jedoch mehr: "Verlegenheit, Unbehagen, Anstand, Sittsamkeit und Zurückhaltung, das Gefühl, einen festen Platz in der Welt zu haben, und noch andere Dialekte des Gefühls, für die das Englische keine Entsprechung kennt." "Scham und Schande" ist ein in ein Märchen verpackter Roman über Pakistan, seine Politik, Religion und Menschen - fantastisch und gleichzeitg real mit verzerrten Charakteren, die manchesmal wirklichen Gestalten ähneln. [mehr]
John Irving ist ein Besteller-Autor: Mit "Garp und wie er die Welt sah" und "Gottes Werk und Teufels Beitrag" hat er es sogar auf unsere TV-Bildschirme geschafft. Der Roman über die Familie, die vorwiegend ihr Leben in Hotels verbringt, ist das fünfte Buch des amerikanischen Autors, das ebenfalls verfilmt wurde. Die Geschichte erzählt von fünf Geschwistern und deren Eltern, von echten und weniger echten Bären, einem ausgestopften Hund, Baseball, Prostituierten und von Wien, wo die Berrys sieben Jahre in ihrem zweiten Hotel, dem "Gasthaus Freud", verbringen. [mehr]
Howard und Kiki Belsey sind ein alterndes Ehepaar, haben drei fast erwachsene Kinder, tolle Jobs und leben gut situiert in der ostamerikanischen Vorstadtidylle Wellington. Die Beschaulichkeit wird jedoch mit dem Auftauchen der Kipps aus England empfindlich gestört. Zadie Smith erzählt von Schwarzen und Weißen, Armen und Reichen, von Intelligenz und Dummheit und wie sich eine Familie gekonnt selbst ruiniert. [mehr]
Vier Teenager, ein großes Haus, Eltern, die kurz nacheinander sterben: zuerst der despotische Vater, ihm folgt seine schwerkranke Frau. Und plötzlich sind die vier auf sich alleine gestellt und meistern diese Situation recht eigentümlich: Aus Angst, in einem Heim zu landen und auseinander gerissen zu werden, beschließen sie, die Mutter im Keller einzuzementieren. Da die Familie abgeschieden lebt, hat ohnehin niemand vom Tod der Mutter was mitbekommen. Erst als der Freund der Ältesten sich näher mit der seltsam anmutenden Familie beschäftigt, geht er - getrieben von einem süßlichen Geruch aus dem Keller - der Sache nach. [mehr]
Eine Familiensaga muss nicht fad sein. Schon gar nicht, wenn sie in Indien spielt und von Salman Rushdie erzählt wird. Wem die "Satanischen Verse" bis jetzt davon abgeschreckt haben, Rushdie als Autor überhaupt in Erwägung zu ziehen, sollte schnellstens zum Buch-Shop eilen. "Des Mauren letzter Seufzer" hat alles zu bieten, was man von einem (sehr) guten Roman nur erwarten kann. Eine durchstrukturierte, spannende und fantastische Handlung inklusive Intrigen, Erotik und skurile Charaktere - erzählt mit Witz, Ironie und viel (auch politischer) Hintergründigkeit. Und je nach Laune lässt das Buch einen unterhalten, nachdenken, erregen.... [mehr]
High Noon in einem verschneiten, tourismusverseuchten Dorf in Tirol: Das Knattern der Motorräder verstummt, das Bellen des Hundes erstirbt, die alte Rofnerin legt das Strickzeug beiseite, die Küchenuhr ist schon vor einer halben Stunde stehen geblieben. Es ist elf. "Jetzt kommen sie und holen Jakob". [mehr]
Der Romancier John Irving legt uns mit "Bis ich dich finde" einen opulenten 1140 Seiten (Taschenbuchausgabe!) starken Entwicklungsroman vor, beginnend in den 60ern mit dem vierten Lebensjahr von Jack Burns, dem tragischen Anti-Helden dieser Geschichte. Wie auch in anderen Irving-Büchern dominieren starke Frauen, kauzige Gestalten, sexuelle Absonderlichkeiten und Ringerwettkämpfe die Handlung. Nur die Bären kommen nicht vor. [mehr]
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