Matt Ruff: Bad Monkeys
Las Vegas, Strafvollzugsanstalt Clark County, Beklopptentrakt: Die mehrfache Mörderin Jane Charlotte erzählt einem Psychiater ihre Lebensgeschichte. Nicht, dass sie erwartet, dass er sie glauben wird. Noch weniger, dass er sie nach ihren Erklärungen für geistig gesund halten wird. Aber da er nun schon mal da ist und auch bereit ist, ihr zuzuhören, beginnt sie zu erzählen: Wie alles mit 14 Jahren begann, wie ihre verkorkste Jugend verlaufen ist, und wie sie später von der undurchsichtigen Organisation "Bad-Monkeys" (Behörde zur Beseitigung von hoffnungslosen Fällen) rekrutiert wird und bestimmte Aufträge zur Verbesserung der Welt erledigt. Es geht um Verschwörungen, Doppelagenten und Täuschungsmanöver, dass einem schwindelig werden kann und sich laufend fragen muss, ob nicht die Erzählerin oder der Autor einen Knall hat. [mehr]
Eine Geschichte zu erzählen, reicht Matt Ruff wohl nicht. Es müssen gleich mehrere sein - und dem nicht genug verpasst er den vielen Handlungen auch noch ein mythologisch-fantastisches Mascherl. Kobolde, Musen, sprechende Vierbeiner und auch ganz normale (und auch nüchterne) Studenten und Professoren tummeln sich am Campus der Cornell University irgendwo auf einem Hügel in Amerika. Stephen lässt grad einen Drachen steigen, Puck läuft seiner Ex-Freundin nach und im fernen New York machen sich Luther und Blackjack auf den Weg, den Himmel zu suchen. Und all diese anfänglichen Belanglosigkeiten sind Teil eines grossen Plans, eines erzählerischen Konzepts, an das ein alter Grieche schon seit Jahrhunderten arbeitet. [mehr]
Nach Richard K. Breuers "Rotkäppchen 2069" war ich ja schon auf einiges gefasst, überrascht hat mich sein aktuelles Buch dennoch. "Schwarzkopf" ist anders, etwas weniger abgedreht und absurd als sein Vorgänger. Breuer setzt erneut auf vertraute Irr-Sinnigkeiten, wie z.B. ein Buch in Dialogform zu schreiben. Er schafft es aber, den Leser damit weder zu langweilen noch ihn mit der Vielzahl an Charakteren zu verwirren. "Schwarzkopf" ist eine rabenschwarze Krimi-Comedy mit vielen Parallelen zum "Der dritte Mann". Muss hier noch gesagt werden, dass dieser Wahn-Witz in Wien spielt? [mehr]

Igor begrüsst euch nach langer Abwesenheit mit der virtuellen Freakshow "Rotkäppchen Zwanzigneunundsechzig" (Untertitel "einliterarischercomicstripübersexundandereperversionen"). Auch wenn im Titel ein Märchen angedeutet wird, und es auf den ersten Seiten lustige Zeichnungen gibt: Kein Kinderbuch! [mehr]
Bis zu dem Tag, als Poppy Shakespeare einen Eignungstest absolviert, ist ihr Leben eigentlich in Ordnung. Gut - sie hat sich gerade von ihrem Lebensgefährten getrennt und ist momentan arbeitslos und pleite. Vielleicht ist sie auch etwas zu explosiv und eigenwillig. Nichts, was den einen oder anderen von uns ebenfalls auszeichnet. Durch den Test wird jedoch eine massive Persönlichkeitsstörung festgestellt und Poppy sieht sich ruck-zuck in die nächstgelegene Irrenanstalt eingeliefert. Herzlich Willkommen in der Dorothy Fish, einer Tagesklinik im Norden Londons! [mehr]
Chinesen kommen nicht nur in China auf die Welt: Markus Cheng ist ein in Wien lebender Chinese und hat mit China soviel am Hut wie ein Veltliner mit einem Pflaumenwein, denn er ist - trotz seines asiatischen Aussehens - geborener Österreicher. Cheng ist ein erfolgloser Privatdetektiv und geschieden (allein diese Loser-Qualitäten machen ihn zu einem echten Österreicher). Als eines Tages ein Australier ihn um seine Dienste bittet, ahnt er noch nicht, dass er Arm und Bein bei diesem Auftrag lassen würde... [mehr]
Chefinspektor Lukastik ist fest davon überzeugt, dass es keine Rätsel gibt. Dann wird aber eine Leiche in einem Swimming-Pool gefunden. Eine eindeutig von einem Hai angeknabberte Leiche. In einem Swimmingpool am Dach eines Wiener Hochhauses. Und natürlich findet man zwar die Leiche, vom Hai jedoch keine Spur. Nur ein Hörgerät bildet den Ausgangspunkt für die Ermittlungen des Wiener Kriminalisten Lukastik. Prädikat: abgedreht solider Krimi abseits vom Mainstream. [mehr]
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